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Tagebuch eines Golden Retriever Welpen

Heute am 10.08.2008 bekamen wir unseren Golden Retriever Rüden. Als Welpe grade 8 wochen alt, gechipt und mit guter Abstammung und Papieren. Seine Ahnentafel gibt an, das seine Vorfahren HD Frei waren.
Der erste Tag bei uns war natürlich eine Umstellung für den kleinen

Weg von der Mutter, weg von den Geschwistern. Vollig Ahnungslos über all diese Geräusche in der Stadt. Vom Land kommend und wohlbehütet in der Abgeschiedenheit mit allen zusammen, und nun dieser Geborgenheit entrissen.
Vollkommen verschüchtert tappert der Kleine durch unsere Wohnung.

Impressionen und fremde Menschen um ihn herum.Eine erste Entdeckung - der Wassernapf.. Doch halt, da neben ist noch was. Aber leer. Gewohnt an seine Fresszeiten, bleibt der Fressnapf noch leer und der kleine noch ein wenig hungrig.
Denn er weiß noch gar nicht wie wichtig mehrere kleine Mahlzeiten für seine Gesundheit sind. Denn besonders für Welpen ist es entscheidend die Mahlzeiten klein zu halten und mehrmals zu füttern.
Zuviel ist nicht gut. Grade nach dem Fressen, wenn er denn in Spielelaune wäre ist die Gefahr für eine Magenverdrehung am größten.

Eine Magenverdrehung muß umgehend vom Tierarzt behandelt werden und kann für den kleinen Golden Retriever Welpen lebensgefährlich sein. Die ganze Familie ist aufgeregt und bestaunt den kleinen Golden Retriever Welpen. Der Welpe braucht nun erstmal eine kleine Auszeit, denn er war bereits nach der Ankunft auf der Wiese um sich erstmal einen Eindruck über die Nachbarschaft zu verschaffen. Nach knappen 15 - 20 minuten ausgiebigen Gassie gehens, mehr ist nicht empfehlenswert, braucht er nun erstmal eine Pause.

Völlig erschöpft, nahezu komatesiert, sinkt der Golden Retriever Welpe in sein Hundekissen. Nach ca. 2 Stunden Auszeit der nächste Entleerungsversuch. Erneutes Gassi gehen mit dem golden Retriever Welpen um eine ungewollte Einnässung zu vermeiden. Es klappt, der Welpe hat der erste Wasser erfolgreich ausgetauscht. Überschwengliches Loben und Streicheln hilft ihm nun sich zu merken, dass er das wohl gut gemacht hat. Hundeerziehung funktioniert nämlich am besten über Lob, nicht über Tadel.

Rute wedelnd gehts weiter. Erneut ist das Zeitlimit erreicht. Der Welpe betreibt nach so viel Sport auch direkt Arbeitsverweigerung vor der Wohnungstür. Er liegt auf der Fußmatte und scheint zu warten bis jemand mit einer Trage vorbei kommt. Zeit für das erste leckerli.. Schnell unter die Nase gehalten und Aufmerksamkeit erregt. Den Namen rufen zusammen mit dem Kommando KOMM. Der Welpe setzt sich in Bewegung und erhascht das Leckerli.

Erneutes loben und erneut weiß er .. das hab ich wohl toll gemacht. Das Spielzeug ignorierend und offensichtlich noch durch die Trennung niedergeschlagen sinkt der Golden Retriever wieder in sein Körbchen um diese Erfahrung im erneuten Schlaf zu verarbeiten.

Futterzeit

Es gibt endlich etwas zu Futtern. 70 Gramm des Futters, welches wir vom Züchter mitnahmen. Es scheint als wäre unser Welpe bereits ausgiebig trainiert in Futtern und Schlafen. Nach einer kurzen Ruhephase gehts dann wieder auf zur Wiese.

Dienstag, 19.08.2008

Die erste Woche war ziemlich Anstrengend für Gonzo. Die Umgewöhnung hat er sehr gut verkraftet bisher und er ist ein wirklich sehr schlauer kleiner Hund. Da er lernen muß sich in der Öffentlichkeit ruhig zu verhalten, ist er ein wenig mit uns an öffentlichen Plätzen spazieren gegangen. Wenn er einmal ausgewachsen ist, kann er gut 60cm groß und bis zu 36 KG schwer werden. Es wäre also ein doch etwas erschreckender Anblick wenn er dann auf jemanden zurennt, auch wenn der sich denkt.. Laß uns Spielen.

Wenn wir eine befahrene Strasse überqueren oder dort langlaufen, kann er doch für sein Alter relativ gut einschätzen, wie er sich zu verhalten hat. Kommt ihm ein Auto entgegen oder steht er vor einem Strassenrand, haben wir ihn bisher immer aufgefordert zu sitzen. Das selbe wenn ein Fahrradfahrer uns anklingelte. Nun macht er das bereits automatisch. Uns ist bewusst, dass er dann ganz normal ruhig weiterlaufen soll. Jedoch empfinden wir das Sitz machen vor einer befahrenen Strasse als Sicherer. Das Ruhige weiterlaufen werden wir als nächstes trainieren. Nach gut einer Woche wo er nun bei uns ist zeigt er in weniger verspielten Momenten ein tolles verhalten. Er macht Sitz, Platz und er kommt wenn man in ruft. Sogar die Pfote reicht er einem bereits.

Gonzo hatte heute seinen ersten Schultag in der mobilen Hundeschule Stieber in Bottrop. Der Profi gab uns natürlich ein Paar Tips, bzw. meiner Frau, da ich keine Zeit hatte mitzugehen. Statt dem Kommando KOMM, empfahl er uns ein Pfeifsignal zu verwenden gepaart mit einer Handbewegung. Komm ist ein im deutschen sehr gebräuchliches Wort und wird oft benutzt. Daher sollte man es nicht unbedingt verwenden, wenn es sich vermeiden lasst. Meine Frau argumentierte, das man ggfls. ja mal sagen könnte:" Komm, geh mal Brötchen holen" worauf ich entgegnete, das es genau das sei worauf ich hinarbeite :D .. Scherz beiseite. GONZO fand die Pfeiferei total Spitze, und setzte es sofort um. Er hätte vor Freude direkt einen Satz Ohrenschützer fressen können der kleine, so mein Eindruck.

Freitag, 26.06.2009

Bei der aktualisierung des Tagebuchs, fällt mir auf, dass wir nunmehr seit einem Jahr nichts mehr geschrieben haben. Dabei hätte man fast allein schon über seine "Wachseskapaden" eine eigene Seite machen können. Gonzo ist nun ein Jahr alt. Er hat einen kräftigen Maskulinen Kopf bekommen und sieht aus wie ein Lümmel. Und ich kann Sie beruhigen, der Eindruck täuscht nicht. Seine Schulterhöhe hat nun schon fast 61 cm erreicht. Er ist ein großer kräftiger Bursche und ist, wenn er einmal richtig Gas gibt, kaum mehr zu halten.

Seit einigen Monaten arbeite ich Auswärts. Wenn ich dann nach Hause komme, freut sich Gonzo dermaßen, dass ich immer direkt ein Geschenk bekomme. Er birngt mir entweder sein, nassgelutschtes Spielzeug, oder halt andere Dinge. An den Wochenenden habe ich nun mitbekommen, dass er seine ganz eigene Art hat, zu wecken wenn er denn raus muß. Er beginnt an den füßen zu lecken. Der Trick dabei ist, dass meist eine der Katzen am Fußende liegt. Diese dann in Alarmbereitschaft versetzt und Ihrem Spieldrang nachkommend, versucht dann ihren so eben abgeschleckten Fuß mit ausgefahrenen Krallen wieder zum Stillstand zu bewegen. Nun ist klar, dass da keine Taktik dahinter steckt, jedoch läuft es meist genau so ab.

Wir waren vor einigen Wochen bei einem befreundeten Ehepaar. Dort wohnt ein Bordercollie. Ein kleines flinkes Mädel mit sauberen Manieren und sehr gut kommunizierend. Jedenfalls, ist in der Nähe ein Freizeitgelände, in welchem Hunde sogar schwimmen können. Gonzo kannte Schwimmen bisher nicht wirklich, da wir in der näheren Umgebung leider keine Möglichkeiten dazu haben. Nun warf die Besitzerin der Colliedame eine Frisby-Scheibe ins Wasser und Gonzo hinterher. Er dampfte ab und sprang ins Wasser. Man sah, dass er sich direkt überlegte, "Oh mein Gott, was hab ich getan:)" oder zumindest ließ es sein Gesichtsausdruck und seine direkte Wende zurück zum Ufer einem dies glauben machen. Nun ja, jedoch drehte er auf einmal um und holte die Frisby. Diese Erfahrung war es wohl, die in anschließend noch 20 mal freiwillig ins wasser rennen ließ. Er räumte mehr oder minder den See auf und befreite in von Treibgut wie stöckern und Schilf, aber er hatte offensichtlich Spaß daran.

Gonzo ist mittlerweile ein richtiges Familienmitglied geworden. Es fällt einem wirklich sehr schwer ihn wie einen Hund zu behandeln, da er wirklich zu 100% transparent geworden ist.